Adipositas Drucken
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, 22. April 2010 um 20:01

Unser Hinweis vorab

Bitte beachten Sie, dass Sie medizinische Fragen nur von Ihrem Arzt bzw. Chirurg konkret beantwortet werden  darf und kann


Was ist Adipositas?

Schlank sein und schlank bleiben ist seit vielen Jahren ein zentrales Thema. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt versuchen mit wechselndem Erfolg, ihr Gewicht zu reduzieren oder zu halten. Obwohl die meisten Menschen wissen, dass zu viele Pfunde schädlich sind, gibt es immer mehr Menschen mit ernst zu nehmendem Übergewicht. Besonders besorgniserregend: die steigende Zahl übergewichtiger Kinder.
Starkes Übergewicht oder ausgeprägte (morbide) Adipositas, wie es in der Fachsprache heißt, ist gesundheitsschädigend und zieht Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes nach sich. Starkes Übergewicht wirkt sich auch auf die Psyche aus. Es entsteht ein negatives Selbstbild und eingeschränktes Selbstbewusstsein. Schweres Übergewicht kann zu sozialer Isolation führen.
Wie man Übergewicht bekämpft, ist kein Geheimnis: Weniger und vor allem vernünftiger essen. Durch mehr Bewegung mehr Energie verbrauchen und mehr Fettreserven verbrennen. Jeder hat das schon einmal ausprobiert. Vielleicht sogar mit einigem Erfolg. Die meisten Methoden zum Abnehmen sind zwar zunächst erfolgreich, aber schon nach kurzer Zeit ist das alte Gewicht wieder erreicht. Im schlechtesten Fall zeigt die Waage mehr als vorher an. Auch Appetitzügler führen zu keinem dauerhaften Gewichtsverlust.

 

Wo beginnt schweres Übergewicht?

Übergewicht lässt sich durch den BodyMassIndex (BMI) berechnen. Der BMI ist das Verhältnis von Körpergewicht und Körpergröße zueinander und drückt dies in einer Zahl aus.

Beispiel:

Größe 1,70 m
Gewicht 130 kg

Berechnungsformel:

Größe zum Quadrat 1,70 m x 1,70 m = 2,89
Gewicht durch Größe² 130: 2,89 = BMI 44,9

 

Wie sollte der ideale BodyMassIndex aussehen?

Der ideale BMI liegt zwischen 20 und 25. Ein BMI zwischen 25 und 30 bedeutet Übergewicht. Liegt Ihr BMI über 30, sind Sie adipös. Hier beginnt das Risiko für Gesundheitsprobleme, ausgelöst durch Übergewicht.

Mit einem BMI von 35  und mehr sind Sie schwer adipös, also schwer übergewichtig. Sicherlich leiden Sie durch dieses Übergewicht bereits an Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Arthritis und Schlafapnoe.

Tabelle zum BMI

Kategorie BMI (kg/m2) Risiko für
Untergewicht < 18.5 niedrig
Normalgewicht 18.5 - 24.9 durchschnittlich
Übergewicht ≥ 25.0
Präadipositas 25.00 - 29.00 gering erhöht
Adipositas Grad 1 30.00 - 34.9 erhöht
Adipositas Grad 2 35.00 - 39.9 hoch
Adipositas Grad 3 ≥40 sehr hoch

 

Entstehung von Adipositas

Der Körper braucht Energie, um richtig funktionieren zu können. Die Energie holt er sich aus der Nahrung. Entspricht die aufgenommene Energiemenge dem Verbrauch, bleibt das Gewicht konstant. Nehmen Sie mehr auf als Sie verbrauchen, bleibt Energie übrig:

Es liegt eine positive Energiebilanz vor. Dieser Überschuss lagert sich als Fettgewebe ab, als Reserve für "spätere Notzeiten". Jeder Mensch hat einen individuellen Bedarf an Nahrung. Einige Menschen verbrennen die zugeführte Energie schneller als.

 

Vererbung

Bei manchen Menschen mit schwerem Übergewicht spielen auch erbliche Faktoren eine Rolle. Es gibt zahlreiche Forschungen, die sich mit genetischen Faktoren befassen, die bei schwerem Übergewicht eine Rolle spielen könnten. Der kanadische Wissenschaftler Professor Bouchard kam 1990 mit einer Studie zu einem interessanten Ergebnis. Er ließ 12 eineiige Zwillingspaare drei Wochen lang jeden Tag 1000 kcal zusätzlich aufnehmen.

Alle nahmen zu, aber zwischen den verschiedenen Zwillingspaaren gab es enorme Unterschiede. Die jeweiligen Zwillingspaare reagierten dagegen identisch. Forscher waren begeistert, als 1994 das für Adipositas (Übergewicht) verantwortliche Gen bei Mäusen entdeckt wurde. Dieses Gen bildet das Protein Leptin, das zum Sättigungsgefühl beiträgt. Es zeigte sich, dass Mäuse mit einem defekten Gen enorme Futtermengen verzehren. Die Freude der Wissenschaftler war allerdings nur von kurzer Dauer, denn schnell war klar: Der Mensch reagiert anders. Bei stark übergewichtigen Menschen gibt es bisher keinen Nachweis, dass eine Anomalie dieses Gens vorliegt.

Schweres Übergewicht lässt sich damit also nicht erklären. Dennoch haben diese Forschungen zu neuen Einsichten in eine Vielzahl von Mechanismen geführt: Bei schwer Übergewichtigen funktionieren Fettverbrennung, Stoffwechsel, Hunger- und Sättigungsgefühl nicht mehr normal Soziale Gewohnheiten andere.

 

Die sozialen Gewohnheiten

Hauptursache für Übergewicht: der zunehmende Wohlstand. Er hat wesentlichen Einfluss auf unsere Eßgewohnheiten. Eine unausgewogene Ernährung, fettreiche Fast-Food-Snacks, zu üppige Portionen sowie stark gesüßte Erfrischungsgetränke wirken sich negativ auf unseren Energiehaushalt aus. Außerdem bewegen sich die meisten Menschen entschieden zu wenig.

 

Die Psyche

Die Eßgewohnheiten vieler Menschen werden auch durch das Umfeld beeinflusst. Geruch und Optik wirken anregend und verführen mehr zu essen als notwendig. Animierende Sprüche wie: "Jetzt sei kein Spielverderber, nimm doch ein Stück Kuchen!" führen zu unnötiger Kalorienzufuhr. Auch bei Trauer oder Stress spendet Essen Trost.

Freßorgien nach einer fehlgeschlagenen Diät sind ein bekanntes Phänomen. Am Ende resigniert der ohnehin schon Übergewichtige und kommt aus dem Teufelskreis nicht mehr heraus.

 

Folgeerkrankungen & Risiken

Sowohl die Weltgesundheitsorganisation als auch das Bundessozialgericht haben die Adipositas als Krankheit anerkannt. Um Folgeerkrankungen durch starkes Übergewicht zu vermeiden, können die Kosten für chirurgische Behandlungen von den Krankenkassen im Einzelfall übernommen werden.

Adipositas führt zu Typ II Diabetes, Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall, Darmkrebs, Arthrose, Schlafapnoe, Sterilität und Fehlgeburten. Adipositas verkürzt das Leben und führt zu vorzeitigem Tod. Wer dagegen sein Gewicht drastisch reduziert, kann sein persönliches Risiko erheblich senken. Ein Typ II Diabetes lässt sich z.B. durch die Gewichtsabnahme von allein regulieren.  Auch bestimmte Krebsarten bis zu 50 % erhöhtes Risiko bei Brustkrebs können durch extremes Übergewicht ausgelöst werden. Der Cholesterinspiegel erhöht sich und das Risiko für Gallenblasenprobleme nimmt zu.

Es können Bronchialbeschwerden auftreten und eine koronare Herzkrankheit. Je größer die Gewichtszunahme, desto höher das Risiko für gesundheitliche Probleme. Die Lebenserwartung reduziert sich entscheidend. Starkes Übergewicht verringert die Mobilität und das, obwohl mehr Bewegung gerade das Richtige wäre. Bereits bestehende Krankheiten verstärken sich durch starkes Übergewicht. Schweres Übergewicht verringert die Fruchtbarkeit und damit die Chance auf eine Schwangerschaft. Kommt es dennoch dazu, gibt es Probleme bei der Geburt.

 

Psychosoziale Folgen

Extrem übergewichtige Menschen haben oft ein negatives Selbstbild, das durch ihr Umfeld in vielen Fällen noch verstärkt wird. Für übergewichtige Kinder ist es besonders schwer. Sie werden in der Schule gehänselt und haben Schwierigkeiten Freundschaften aufzubauen.

Attraktive Kleidung ist kaum zu finden, und viele Einrichtungen berücksichtigen die Probleme von Übergewichtigen nicht. Sitze in öffentlichen Verkehrsmitteln sind zu schmal, Telefonzellen und Autos oft zu eng. Sportliche Aktivitäten entfallen nahezu komplett. Menschen mit schwerem Übergewicht sind immer dann von Aktivitäten ausgeschlossen, wenn ein gewisses Maß an Beweglichkeit Voraussetzung ist.

Viele schwer Übergewichtige geraten so unaufhaltsam in die soziale Isolation. Selbst alltägliche Aktivitäten sind beschwerlich, weil Übergewichtige rasch ermüden oder unter Atembeschwerden leiden. Die Beweglichkeit kann so stark eingeschränkt sein, dass selbst die persönliche Hygiene darunter leidet.

 

Gewichtsreduktion

Die ersten Schritte: weniger und vernünftiger essen, mehr Bewegung. Doch schwer übergewichtigen Menschen hilft dieser Vorschlag nicht.

Kennen Sie das? Mit großer Mühe haben Sie sich an eine Diät gehalten und schon kurz danach hatten Sie sogar weiter zugenommen und wiegen mehr als vor der Diät. Sie versuchen es erneut. Probieren eines der sensationellen Nahrungsersatzmittel oder sogar eine "Wunderpille" aus.

Es beginnt ein langwieriger Kreislauf mit Gewichtsverlust - Zunahme - Gewichtsverlust - Zunahme. Am Ende bringt der bekannte "Jojo-Effekt" Ihren gesamten Stoffwechsel so sehr durcheinander, dass weiteres Abnehmen unmöglich ist.

Zum Gewichtsverlust

Der durchschnittliche mit dem Magenband erzielte Gewichtsverlust ist dem herkömmlicher operativer Methoden durchaus vergleichbar.

Die Auflistung bezieht sich auf den durchschnittlichen Verlust von Übergewicht:

Nach der Operation Verlust des Übergewicht in %

3 Monate 20 %
6 Monate 20 - 40 %
1 Jahr 58 %
4 Jahre 65 %

 

 

Reduktion durch OP

Gewichtsreduktion

Wenn Sie alles probiert haben, um Ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren und keinen Erfolg hatten, dann bleibt als letzte Möglichkeit eine Operation.

Wichtig: Auch eine Operation ist nur dann erfolgreich, wenn Sie Ihr Gewicht wirklich reduzieren wollen und zusätzlich Ihre Ernährung umstellen.

 

Für wen ?

Für die medizinische Entscheidung, ob das verstellbare Magenband eine geeignete Methode für Sie ist, werden folgende Kriterien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft beurteilt:

  • Sie sind zwischen 18 und 65 Jahre alt.
  • Ihr BMI ist größer als 40
  • Ihr BMI ist größer als 35 und Sie leiden an Gesundheitsproblemen, die mit schwerem Übergewicht verbunden sind. Z.B. Diabetes, Gelenkprobleme, Herzprobleme oder Schnarchen mit regelmäßigem Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe).
  • Sie leiden seit über 5 Jahren an Übergewicht.
  • Sie haben bereits ernsthaft versucht abzunehmen, möglicherweise mit Erfolg, aber Sie konnten das reduzierte Gewicht nicht halten.
  • Sie haben keine andere Krankheit, die für das Übergewicht verantwortlich sein könnte.
  • Sie sind bereit, Ihre Eß- und Lebensgewohnheiten drastisch zu ändern und sich auch weiterhin von dem behandelnden Facharzt überwachen zu lassen.
  • Es liegt kein übermäßiger Alkoholkonsum vor. Sie nehmen keine "bewusstseinserweiternden" Substanzen.

 

Für wen nicht ?

  • Schwangere
  • Suchterkrankte
  • Patienten mit Erkrankungen wie Krebs, HIV, Tbc
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen des Magens
  • Patienten, bei denen schon einmal eine Operation am Oberbauch durchgeführt wurde (nicht Gallenblase)
  • Patienten mit zwanghafter Sucht nach Süßigkeiten (so genannte Sweet-Eater). Für diese Patienten eignet sich eine Magenbypass-Operation. Fragen Sie hierzu Ihren Hausarzt oder nehmen Sie Kontakt mit einem chirurgischen Adipositaszentrum auf.

Ob Sie für eine Operation in Frage kommen oder nicht, muss in einem persönlichen Gespräch geklärt werden.

 

Jeder Patient und Hilfesuchender sollte sich im Vorfeld genügend Informationen - z.B. durch regelmäßige Besuche der Selbsthilfegruppe, vor und auch ganz wichtig (wenn nicht noch wichtiger) nach der OP, von Betroffenen und schon Operierten holen und dann die für Ihn in Frage kommende Methode mit dem Chirurgen seines Vertauens besprechen.

Ggf. ist es von Vorteil, wenn man sich verschiedene Meinungen einholt bevor man sich zu einer OP entscheidet.

Je aufgeklärter und vorbereiteter der Patient sich für eine OP entscheidet um so besser für ihn......

Jeder Patient und Hilfesuchender sollte sich im Vorfeld genügend Informationen - z.B. durch regelmäßige Besuche der Selbsthilfegruppe, vor und auch ganz wichtig (wenn nicht noch wichtiger) nach der OP, von Betroffenen und schon Operierten holen und dann die für Ihn in Frage kommende Methode mit dem Chirurgen seines Vertauens besprechen.

Ggf. ist es von Vorteil, wenn man sich verschiedene Meinungen einholt bevor man sich zu einer OP entscheidet.

Je aufgeklärter und vorbereiteter der Patient sich für eine OP entscheidet um so besser für ihn......

Auf den folgenden Seiten finden Sie einen kurzer Abriss über die zur Zeit gängigen OP Methoden in der AdipositasChirurgie

 

DER MAGENBALLON

Magenballon

Verfahren - eine leere, dehnbare Hülle wird, wie bei einer Magenspiegelung in den Magen eingesetzt und mit Luft oder Wasser gefüllt.

So wird suggeriert das der Magen voll sei. Man fühlt sich schnell satt. (dies ist also keine OP in diesem Sinn).

Häufig wird ein Magenballon als vorbereitendes Verfahren vor Operationen wie Magenband und Magenbypass gelegt.

Risiken - Übelkeit und Erbrechen. Der Ballon kann platzen und den Darm verstopfen.

Erfolgschancen - Einige Patienten nehmen ab, doch nach spätestens sechs Monaten muss der Ballon entfernt werden. Fast immer erneute Zunahme.

HINWEIS

Häufig wird ein Magenballon als
vorbereitendes Verfahren vor Operationen wie Magenband und Magenbypass gelegt. Der
Magenballon kann aber auch als alleinige Therapieform angewendet werden. Bei all diesen
Maßnahmen ist jedoch Motivation, Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und Bewegung
eine unabdingbare Voraussetzung für die positive Wirkung des Magenballons.

 

DAS MAGENBAND

Magenband

 

Magenband

DAS MAGENBAND

Verfahren - mit dem Silikonband wird eine kleine Magentasche gebildet, die nach wenigen Bissen voll ist. Die Speisen müssen eine Engstelle von rund zwölf Millimeter passieren. Das Band verbleibt ein Leben lang im Körper, denn ohne ihm würde der Patient sofort wieder rasch zunehmen.

Risiken - Verrutschen und einwachsen des Bandes bzw. durchwandern der Magenwand. Einige Patienten überlisten die Einschränkung durch kalorienreiche Breie und Getränke (betrügen sich somit selber) und nehmen nicht ab.

Hier müßte unbedingt zusätzlich eine Psycholoigische Therapie greifen.

Erfolgschancen - Nach drei Jahren halbiert sich das Übergewicht. Danach leichte Zunahme.

Hinweise

Die Einnahme von Mulivitaminpräparaten - wird empfohlen - lebenslang -

Die OP kann nach sich ziehen, dass die Gallenblase nach einem Jahr post OP zu entfernen ist.

Daher wird von vielen Ärtzen empfohlen Ursofalk-Medikation bei vorhandener Gallenblase innerhalb der des ersten Jahres nach der OP zu nehmen - um Gallensteinbildung zu verhindern.

 

RNYGBP - Magenbypass

Magenbypass

Verfahren - der Chirurg trennt eine kleine Tasche vom Restmagen ab und begrenzt dadurch die Magenfüllung mechanisch (wichtigster Effekt).Der abgetrennte Teil des Magens verbleibt im Körper.

Risiken - Reduzierte Aufnahme von Eisen, Calzium und Vitaminen. Unter Umständen Durchfall, Schweißausbrüche, Zittern und Übelkeit nach Genuss von süßem/fetten Essen - so genanntes Dumping.

Erfolgschancen - Ein Jahr nach der OP sind die meisten Patienten 75 % ihres Übergewichts los.

Hinweise

Die Einnahme von

Mulivitaminpräparaten - wird empfohlen - lebenslang -

Magnesiumpräparaten - wird empfohlen - lebenslang -  Calziumpräparaten- wird empfohlen - lebenslang -

B12-lnjektionen (alle 3-4 Monate) - lebenslang -

Eisen-Präparate auf Abklärung Ihres Eisenhaushalt hin

zusätzlich kann man massiven Eisenmangel auch duch Spritzen ausgleichen lassen

Die OP kann nach sich ziehen, dass die Gallenblase nach ca. einem Jahr post OP zu entfernen ist.

Daher wird von vielen Ärtzen empfohlen Ursofalk-Medikation bei vorhandener Gallenblase innerhalb der des ersten Jahres nach der OP zu nehmen - um Gallensteinbildung zu verhindern.

 

BPDGBP - Magenbypass

BPD-Bypass

Verfahren - der Chirurg trennt eine kleine Tasche vom Restmagen ab und begrenzt dadurch die Magenfüllung mechanisch (wichtigster Effekt).Der abgetrennte Teil des Magens verbleibt im Körper.

Risiken - Reduzierte Aufnahme von Eisen, Calzium und Vitaminen. Unter Umständen Durchfall, Schweißausbrüche, Zittern und Übelkeit nach Genuss von süßem/fetten Essen - so genanntes Dumping.

Erfolgschancen - Ein Jahr nach der OP sind die meisten Patienten 70 %  - 85% ihres Übergewichts los.

Hinweise

Die Einnahme von

Mulivitaminpräparaten - wird empfohlen - lebenslang -

Magnesiumpräparaten - wird empfohlen - lebenslang -  Calziumpräparaten- wird empfohlen - lebenslang -

B12-lnjektionen (alle 3-4 Monate) - lebenslang -

Eisen-Präparate auf Abklärung Ihres Eisenhaushalt hin

zusätzlich kann man massiven Eisenmangel auch duch Spritzen ausgleichen lassen

Die OP kann nach sich ziehen, dass die Gallenblase nach ca. einem Jahr post OP zu entfernen ist.

Daher wird von vielen Ärtzen empfohlen Ursofalk-Medikation bei vorhandener Gallenblase innerhalb der des ersten Jahres nach der OP zu nehmen - um Gallensteinbildung zu verhindern.

 

Sleev - Magenschlauch

Sleev - Magenschlauch

Verfahren - der Dünndarmteil, welcher die Nahrung transportiert, erhält erst spät die Verdauungssäfte aus der Gallenblase sowie Bauchspeicheldrüse. Dadurch wird nur noch wenig Nahrung absorbiert.

Risiken - Mangelversorgung an Proteinen, Vitaminen, und Kalzium mit anschließender Osteoposegefahr. Häufig Durchfall und übel riechenden Darmgasen.

Erfolgschancen- Das Übergewicht kann bis zu 80% nach fünf Jahren reduziert werden.

 

Operationen

Operationsarten

Es gibt zwei Arten von Operationen: die Verkürzung und/oder Reduzierung des Verdauungstraktes.

Ziel ist, die Menge und Ausnutzung der Nahrung im Körper einzuschränken.

  • Magen-Bypass-Operation mit Verkleinerung des Magens
    Diese Operation wird mit der Schlüsselloch-Technik oder als offene Operation mit langem Bauchschnitt durchgeführt.
  • Verkleinerung des Magenvolumens
    Durch ein verstellbares schwedische Magenband, das mit Schlüsselloch-Technik eingesetzt wird.
    Durch Klammernaht, hierbei handelt es sich um eine offene Operation mit langem Bauchschnitt.

Verdauung

Der Verdauungstrakt besteht aus Mund, Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm. Nahrung, die über Mund und Speiseröhre in den Magen gelangt, wird dort vorübergehend gelagert. Der Verdauungsprozess beginnt im Mund durch Beteiligung des Speichels und setzt sich im Magen fort. Enzymhaltige Magensäfte spalten die Nahrung auf und der Blutkreislauf transportiert die wichtigen Stoffe durch den Körper.

 

Magenbypass

Verkürzung des Verdauungstraktes (Magenbypass)

Bei einer Magenbypass Operation wird der Magen zunächst durch eine Naht verkleinert. Dann legt der Chirurg eine Umleitung aus einem tiefer gelegenen Darmstück und schließt es an dem kleinen Restmagen an. Diese Umleitung reduziert die Aufnahmekapazität des Magen-Darmtraktes. Weniger Nahrungsaufnahme im Magen-Darmtrakt bedeutet weniger Nahrungsverwertung im Körper.

Ergebnis: geringere Nährstoffaufnahme = geringere Kalorienaufnahme.

Neue Verbindung Magen mit Dünndarm

Dies ist der neue Verdauungsweg der Nahrung nach der Magenbypass-Operation.

 

 

Magenballon

Was ist das BIB-System?

Das BIB-System besteht aus einem weichen, dehnbaren Ballon, einem Einsatzschlauch und einem Füllsystem, mit denen ein Arzt das Hilfsmittel zur Gewichtsreduktion oral einführen und wieder entfernen kann. Wenn sich der leere Ballon im Magen befindet, wird er mit einer sterilen Kochsalzlösung gefüllt. Im gefüllten Zustand ist der Ballon zu groß, um in den Darm zu wandern, und schwimmt nun frei im Magen.

Wie funktioniert das BIB-System?

Das BIB-System wurde entwickelt, um die Einhaltung einer überwachten Diät und eines Verhaltensmodifikationsprogramms zu erleichtern. Der Ballon füllt den Magen partiell und Patienten haben ein Gefühl der Sättigung.

Wie wird der BIB-Ballon im Magen eingesetzt?

Der Ballon wird ohne chirurgischen Eingriff durch den Mund in den Magen eingeführt. Der Arzt führt mit Hilfe einer Endoskopiekamera eine erste Magenuntersuchung durch. Wenn keine Abnormalitäten festgestellt werden, nimmt der Arzt den Einsatz des Ballon durch den Mund und die Speiseröhre in den Magen vor. Der Ballon besteht aus einem weichen und geschmeidigen Silikonelastomer und wird im  kompakten, ungefüllten Zustand eingeführt. Der Schluckprozess wird durch Oberflächenanästhesie zur Betäubung des Kehlbereichs  erleichtert. Auch Muskelrelaxanzien werden verwendet. Sobald sich der Ballon im Magen befindet, wird er sofort durch einen kleinen, am  Ballon angebrachten Füllschlauch (Katheter) mit einer sterilen Kochsalzlösung gefüllt. Nach dem Füllvorgang entfernt der Arzt den Katheter  durch vorsichtiges Ziehen am externen Ende. Der Ballon ist mit einem selbstdichtenden Ventil ausgestattet und schwimmt jetzt frei im  Magen. Die Dauer des Einsatzverfahrens ist unterschiedlich, beträgt aber normalerweise 20-30 Minuten. Sie werden danach eine Weile  vom Arzt beobachtet und dann entlassen.

Wer eignet sich für das BIB-System?

Das BIB-System wurde als Hilfsmittel zur Gewichtsreduktion für Patienten entwickelt, die mindestens 40 % mehr als ihr Idealgewicht wiegen (gemäß Definition der Metropolitan Life Insurance 1983 Gewichts- und Knochenbautabellen) und die mit anderen Gewichtskontrollprogrammen keinen dauernden Gewichtsverlust erzielen konnten.

Das BIB-System kann sich als besonders nützlich erweisen bei Patienten mit zu starkem Übergewicht oder bei Patienten, die einem erhöhten Risiko lebenswichtiger Operationen unterliegen. Der Einsatz eines BIB-Systems zur erfolgreichen Gewichtsreduktion vor einem chirurgischen Eingriff kann die mit Übergewicht verbundenen Operationsrisiken verringern.

Wie lange bleibt der BIB-Ballon eingesetzt?

Der Ballon kann gegenwärtig über einen Zeitraum von sechs Monaten verwendet werden. Längere Einsatzzeiten werden nicht empfohlen. Der säurehaltige Mageninhalt schwächt das Ballonmaterial im Laufe der Zeit und bewirkt eine Deflation (Entleerung) des Ballons. Wenn Ihr Arzt empfiehlt, den Ballon länger als sechs Monate zu verwenden, muss er alle sechs Monate durch einen neuen Ballon ersetzt werden. Während der Einsatzzeit des Ballons kann Ihr Arzt oral angewandte Medikamente zur Reduktion der Magensäure verschreiben. (Dies verringert die Wahrscheinlichkeit von Magenreizungen und Beschädigung des Ballons.)

Was passiert bei einer spontanen Deflation des BIB-Ballons?

Es ist möglich,  dass Sie eine Deflation des Ballons vor der geplanten Entfernung gar nicht merken. Aus diesem Grunde kann Ihr Arzt der Ballonfüllung einen Farbstoff hinzufügen. Eine Farbveränderung des Urins macht dann eine frühzeitige Deflation deutlich erkennbar. Der Ballon ist klein genug,  dass er den Darm passieren und auf natürliche Weise aus dem Körper ausgeschieden werden kann. In einigen Fällen musste er jedoch chirurgisch aus dem Darm entfernt werden. Bei Verdacht auf Deflation ist der Arzt sofort zu verständigen.

Wie wird der BIB-Ballon entfernt?

Der Ballon wird normalerweise genauso entfernt wie er eingesetzt wird, nämlich durch die Speiseröhre und den Mund. Vor der Entfernung erhalten Sie ein Muskelrelaxans und Oberflächenanästhesie zur Betäubung der Kehle. Der Arzt führt unter Verwendung einer Endoskopiekamera einen Katheter durch den Mund in den Magen ein. Daraufhin wird der Ballon punktiert und entleert. Im entleerten Zustand kann der Ballon gefasst und entfernt werden.
Wie viel werde ich mit dem BIB-System abnehmen?
Es ist wichtig, dass Sie verstehen,  dass das BIB-System als Hilfsmittel zur Gewichtsreduktion in Verbindung mit einer vorgeschriebenen Diät und einem Verhaltensmodifikationsprogramm verwendet werden muss. Wie viel Sie abnehmen, hängt also davon ab, wie streng Sie sich an Ihre Diät halten. Und wie lange Sie Ihr Gewicht nach dem Abnehmen halten, hängt davon ab, in welchem Maß Sie sich auf Dauer in Bezug auf Essverhalten und Bewegung umstellen.

 

Magenvolumen

Reduzierung des Magenvolumens

Klammernaht-Methode (Operation n. Mason): Das Volumen des Magens wird endgültig verkleinert mit einem Klammernahtgerät. Resultat: Man kann nicht mehr so viel essen.

Als Folge kommt es bei Aufnahme von kleineren Portionen zu einem schnellen Sättigungsgefühl.

 

Verstellbares Magenband

Ein von außen verstellbares Band verengt den Magen knapp unterhalb der Speiseröhre, reduziert so die Magenkapazität und schränkt die Nahrungsaufnahme entscheidend ein. Es entsteht ein kleiner Vormagen, der sich schnell füllt. Der gefüllte Magen funkt ein Signal zum Gehirn, das ein Sättigungsgefühl herstellt.

Das schwedische Magenband kann auf grund seiner Eigenschaften ein Lebenlang im Körper des Patienten verbleiben.

 

Vorteile des Magenbands

Die Verkleinerung des Magens ist eine technische Essbremse. Das Magenband macht es unmöglich, weiterhin so viel zu essen wie vorher. Dennoch gelangt die Nahrung auf normalem Weg in den Körper. Auswertung und Verdauung der Nahrung finden auf natürlichem Wege statt. Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass sich ein schwedisches Magenband problemlos mit der Schlüsselloch-Technik einsetzen lässt. Der Patient hat nur wenige kleine Schnitte, kaum Schmerzen, kann zügig wieder aufstehen und das Krankenhaus nach wenigen Tagen verlassen.

Von allen Operationen zur Reduzierung des Magenvolumens ist das schwedische Magenband am risikoärmsten. Der Magen wird nicht permanent durchtrennt oder abgeklammert. Da das Band mit der Schlüsselloch-Chirurgie eingesetzt wird, sind keine großen Hautschnitte erforderlich und es entstehen keine großen Narben.

 

Verdauung

Der Verdauungstrakt besteht aus Mund, Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm. Nahrung, die über Mund und Speiseröhre in den Magen gelangt, wird dort vorübergehend gelagert. Der Verdauungsprozeß beginnt im Mund durch Beteiligung des Speichels und setzt sich im Magen fort. Enzymhaltige Magensäfte spalten die Nahrung auf und der Blutkreislauf transportiert die wichtigen Stoffe durch den Körper. Der Vorteil einer reduzierten Magenkapazität liegt auf der Hand: Kann der Magen nur wenig Nahrung aufnehmen, stellt sich schon bald ein Sättigungsgefühl ein. Zwischenmahlzeiten entfallen fast ganz.

Auf diese Weise kann man sich auf drei kleine Mahlzeiten am Tag beschränken. "Der kleine Hunger zwischendurch" entfällt fast ganz, denn das schwedische Magenband bindet auch die Hungerrezeptoren ab. Dennoch reicht die operative Magenverkleinerung allein nicht aus. Erst eine fettarme, ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung stellen den Erfolg einer solchen Operation sicher. Die Motivation und der Wille müssen rundum stimmen.

Auch gesteigerte Bewegung ist wichtig.

 

Schwedisches Magenband ? wie es funktioniert

Das verstellbare schwedische Magenband wird durch einen operativen Eingriff um den Magen gelegt und verringert so die Kapazität des Magens. Dadurch kann der Magen weniger Nahrung aufnehmen. Erhält der Körper weniger Nahrung, greift er seine eigenen Fettreserven an, um sich mit der notwendigen Energie zu versorgen. Das Resultat: Gewichtsverlust.

Von allen chirurgischen Verfahren ist diese Methode die einfachste und mit dem niedrigsten Komplikationsrisiko. Ein großer Vorteil des Bandes liegt darin, daß sein Durchmesser auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten eingestellt werden kann. Diese Methode der Mageneinengung hat sich als besonders zuverlässig und effektiv erwiesen und wird weltweit seit fast 20 Jahren erfolgreich eingesetzt. Es ist die am verbreitetste Methode in Europa.

 

Funktion

Das schwedische Magenband ist aus Silikon. Es wird um den oberen Teil des Magens gelegt und schränkt die Magenkapazität erheblich ein. Da die Öffnung zum Restmagen und zum Verdauungstrakt verkleinert ist, verläßt die im Magen befindliche Nahrung den Magen verzögert und gelangt auch langsamer in den Darm. Deshalb tritt schon bald ein Sättigungsgefühl ein. Die Innenseite des Bandes ist auffüllbar mit einer Flüssigkeit (physiologische Kochsalzlösung).
Dieser auffüllbare Teil wird von einem so genannten Reservoir von außen gefüllt. Dieses ca. fünfcentstück große Reservoir große Reservoir liegt unter der Haut und ist über einen feinen Schlauch mit dem schwedischen Magenband verbunden. Der Chirurg kann die Flüssigkeitsmenge im Band von außen kontrollieren. Dazu sticht er mit einer dünnen Nadel durch die Haut in das Reservoir. Ist das Band zu eng, zieht der Chirurg einen Teil der Flüssigkeit heraus.

Ist das Band zu locker (wenn Sie zu wenig abnehmen) und engt den Magen nicht genügend ein, kann das Band durch Hinzufügen weiterer Flüssigkeit enger gestellt werden. Für das Auffüllen der Flüssigkeit ist keine Narkose erforderlich. Dies kann in der Ambulanz erfolgen.

 

Vorbereitung

Vor der Operation sollte ein ausführliches Gespräch mit dem Chirurgen, einem Diätetiker, Physiotherapeuten und vielleicht auch mit einem Psychologen stattfinden. Bei diesen Gesprächen erfahren Sie, was während und nach der Operation geschieht.

Der Chirurg setzt nur dann ein schwedisches Magenband ein, wenn klar ersichtlich ist, daß Sie Ihr Problem mit dem Übergewicht wirklich verstehen und entscheidend verändern wollen. Er wird die Operation erst dann vornehmen, wenn Sie das neue Eßverhalten und den veränderten Lebensstil umsetzen wollen und bereit sind, aktiv an der Reduzierung Ihres Gewichts mitzuwirken.

 

Magenband-OP

Das verstellbare schwedische Magenband wird mit der Schlüsselloch-Chirurgie schonend eingesetzt. Der Chirurg setzt kleine Schnitte in die Bauchwand und führt Hülsen in den Bauch ein. Diese Hülsen sind Einführhilfen für die chirurgischen Instrumente. Eine eingeführte kleine Kamera transportiert ein Video-Bild auf einen Bildschirm damit der Chirurg "sehen" kann. Die schonende Schlüsselloch-Chirurgie reduziert die Schmerzen nach der Operation auf ein Minimum. Außerdem erholt sich der Patient von der Operation schneller und kann schon nach wenigen Tagen wieder in seinen normalen Alltag zurückkehren.

Freilegung des oberen Magens

Einziehen des schwedischen Magenbandes.

Abbinden des oberen Magens.

Schließen des schwedischen Magenbandes.

Fixieren der Magenwand als Schutz vor Verrutschen des schwedischen Magenbandes.

Zugangsventil zur Regulierung des schwedischen Magenbandes.

 

 

Offene Operation

Es gibt seltene Fälle, in denen das schwedische Magenband nicht mit der Schlüsselloch-Technik eingesetzt werden kann. Z.B. wenn der Patient bereits eine Bauchoperation hatte und sich Gewebeverwachsungen gebildet haben.

Dann wählt der Chirurg den ?offenen Zugang? über einen längeren Bauchschnitt. Nach einem solchen chirurgischen Eingriff verlängert sich der Krankenhausaufenthalt. Es kann auch länger dauern, bis Sie Ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen können.

 

Verhalten direkt nach der Operation

Nach dem Abklingen der Narkose können Sie ein wenig Schmerzen haben, die wirksam mit Schmerzmitteln gelindert werden. Pflegepersonal und Physiotherapeuten ermutigen Sie, das Bett so bald wie möglich zu verlassen und sich zu bewegen.

Das ist wichtig zur Vorbeugung von Thrombosen, Atemwegsproblemen und Druckgeschwüren. Einen Tag nach der Operation wird der Sitz des schwedischen Magenbandes durch eine Röntgenaufnahme kontrolliert.

 

Ernährung nach der OP

Chirurg und/oder Ernährungsberater beraten Sie, wie Sie künftig essen sollen und machen Sie mit dem veränderten Lebensstil und den neuen Eßgewohnheiten vertraut. Es ist außerordentlich wichtig, daß Sie sich nach der Operation genau an diese Anweisungen für Essen und Trinken halten.

Besonders in den ersten Wochen ist es wichtig, den "kleinen" Magen über dem Band nicht unnötig zu dehnen, denn die neue Magenstruktur muß sich erst an die veränderte Situation anpassen. Der Anpassungsprozeß dauert rund einen Monat.

 

Direkt nach der OP

Die ersten Tage nach der Operation

Flüssigkeit passiert den reduzierten Magen rasch, deshalb verzögert sich das Sättigungsgefühl. Vorsicht beim Essen: Zu große Brocken und zu viel Nahrung insgesamt können die verengte Öffnung verstopfen, was zu Erbrechen führen würde. Kauen Sie jeden Bissen sorgfältig und nehmen Sie drei kleine Mahlzeiten am Tag zu sich. Achten Sie darauf, daß jede Mahlzeit genügend Nährstoffe enthält.

Risiken

Eine Operation ist ein Eingriff in den menschlichen Körper. Als Folge können Komplikationen auftreten. In seltenen Fällen kann ein Patient auch sterben. Stark übergewichtige Patienten haben ein höheres Risiko. Dies gilt für den chirurgischen Eingrif um das schwedische Magenband einzusetzen. Auch beim Tragen können bestimmte Komplikationen auftreten, z.B. kann das Band verrutschen.

Komplikationen allgemeiner Art können bei jeder Bauchoperation auftreten, auch beim Einsetzen des schwedischen Magenbandes: Lungeninfektionen, Milz- oder Leberschäden, Lungenprobleme, Thrombose und Wundheilungsstörungen. Spezielle Komplikationen in Verbindung mit dem schwedischen Magenband sind Magenperforation während der Operation, Durchrutschen des Magens durch das Band und Magenüberdehnung. Die Überdehnung entsteht, wenn der Patient immer wieder versucht mehr zu essen, als der reduzierte Magen aufnehmen kann. Die übermäßige Nahrungszufuhr dehnt den Magen. Dadurch kann er kippen und die Öffnung blockieren. In ganz seltenen Fällen ?wandert? das Band in den Magen. Die Komplikationen lassen sich normalerweise problemlos korrigieren.

 

Entfernung

In seltenen Fällen kann es notwendig sein, das Band wieder zu entfernen. Dies geschieht auf dem gleichen Weg, wie es eingesetzt wurde: mit der Schlüsselloch Technik. Das Band ist aus einem Spezialmaterial hergestellt. Deshalb besteht nur eine geringe Möglichkeit, daß das Band in den Magen und das umliegende Gewebe einwächst.

 

 

Leben mit dem Magenband - Das Ziel

Das verstellbare schwedische Magenband hilft bei der Lösung verschiedener Probleme, die durch schweres Übergewicht entstehen. Mit dem schwedischen Magenband-System fühlt man sich schon nach kurzer Zeit gesättigt ? der Wunsch zu essen abnimmt. Allerdings beseitigt das schwedische Magenband nicht das auslösende Problem, das zu schwerem Übergewicht geführt hat. Es gibt auch keine Garantie dafür, daß Sie Ihr Idealgewicht erreichen. Wie viel Gewicht Sie verlieren, hängt größtenteils davon ab, wie stark Sie motiviert sind, Ihren neuen Lebensstil und die neuen Eßgewohnheiten beizubehalten.

Verstehen Sie das schwedische Magenband bitte als Hilfe, um schnell Gewicht zu verlieren, damit sie möglichst früh mit sportlichen Übungen anfangen können. Nur eine Ernährungsumstellung und sportliche Betätigung in Kombination mit dem schwedischen Magenband bringen den gewünschten Erfolg.

 

Gewichtsverlust

Der durchschnittliche Gewichtsverlust durch das schwedische Magenband beträgt bis zu zwei Drittel des Übergewichts.

Beispiel: Nehmen wir einmal an, Sie wiegen im Moment 160 kg. Das Idealgewicht für Ihre Körpergröße liegt bei ca. 70 kg. Das heißt, Sie wiegen 90 kg zu viel. Zwei Drittel davon sind 60 kg. Mit Hilfe des schwedischen Magenband-Systems können Sie diese Gewichtsmenge verlieren. Ihr Gewicht würde sich dadurch auf 100 kg verringern. Manche Patienten verlieren mehr Gewicht als andere, andere wiederum verlieren weniger Gewicht.

Wie das Beispiel zeigt, erreichen Sie Ihr Idealgewicht nur dann, wenn Sie zur gleichen Zeit eine konsequente Ernährungsumstellung durchführen und sich immer mehr bewegen, so wie sie Schritt für Schritt Übergewicht abbauen.

 

Die ersten vier Wochen

Empfohlene Getränke und weiche Nahrung nach der Operation sind:

  • Klare Brühe oder Suppe - keine dicke Suppe, keine Suppe mit Gemüse- oder Fleischeinlage
  • Joghurt - besonders dünne und fettarme Sorten
  • Milch - am besten entrahmte Milch
  • Obst - Saft oder weiche Früchte wie Pfirsiche, Bananen, weiche Birnen

In den ersten vier bis sechs Wochen nach der Operation wird keine Gewichtsabnahme angestrebt. In dieser Zeit soll sich der Magen der veränderten Situation anpassen. Nach und nach können Sie zu fester Nahrung übergehen. In dieser Zeit dürfen Nahrungsmittel verzehrt werden (nach Vorgabe des Ernährungsberaters), auf die später eventuell verzichtet werden muß, weil sie zu viele Kalorien enthalten.

 

Normal essen

Nach vier Wochen kontrolliert der Chirurg erneut Sitz und Position des schwedischen Magenbandes. Ist alles in Ordnung, können Sie Schritt für Schritt Ihre Ernährung normalisieren. Zunächst beginnen Sie mit dickeren Suppen. Während dieser Phase können bestimmte Produkte wie beispielsweise Brot, Rind- oder Lammfleisch und Reis noch Beschwerden verursachen. Statt dessen sollten Sie leichtverdauliches Huhn, Kalbfleisch oder Fisch wählen.

Sobald Sie problemlos feste Nahrung verzehren können, ist es an der Zeit, mit der grundsätzlichen Ernährungsumstellung zu beginnen. Verzichten Sie ab sofort auf kalorienreiche Getränke. Beschränken Sie sich auf Brühe, Tee und Kaffee (ohne Zucker) und Mineralwasser

Zehn wichtige Regeln

Die nachstehend aufgeführten "10 wichtigen Regeln" für Essen, Trinken und Bewegung verhelfen Ihnen zum Erfolg. Entscheiden ist Ihr Wille, ein neues Eßverhalten zu erlernen in Verbindung mit dem schwedischen Magenband.

  • Drei kleine Mahlzeiten pro Tag. Nicht mehr.
  • Langsam essen und gut kauen (jeden Bissen etwa 15-20 Mal kauen).
  • Essen beenden bei Sättigungsgefühl.
  • Während des Essens nicht trinken.
  • Keine Zwischenmahlzeiten.
  • Nur frische Nahrungsmittel essen.
  • Nahrungsmittel mit hohem Faseranteil meiden.
  • Ausreichende Flüssigkeit zwischen den Mahlzeiten.
  • Ausschließlich kalorienarme Getränke.
  • Minimum 30 Minuten Bewegung pro Tag.

Regel 1: Drei kleine Mahlzeiten pro Tag. Nicht mehr.

Durch das Band kann Ihr Magen nur noch den Inhalt eines kleinen Joghurtbechers aufnehmen. Essen sie mehr, wird Ihnen übel. Essen Sie regelmäßig zu viel, überdehnt sich der kleine Rest-Magen und die Wirkung der Operation ist aufgehoben. Darüber hinaus führt häufiges Erbrechen zu Komplikationen. Finden Sie heraus, wie viel Ihr Magen aufnehmen kann und muten Sie ihm nicht mehr zu.

Regel 2: Langsam essen und gut kauen.

Die aufgenommene Nahrung kann nur dann in die Öffnung des kleinen Rest-Magens rutschen, wenn sie in sehr kleine Stücke zerkaut wurde. Deshalb muß jeder Bissen sehr gut durchgekaut werden. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Essen.

Regel 3: Essen beenden bei Sättigungsgefühl.

Sobald der Magen voll ist, erhält der Körper das Signal: ?Ausreichend Nahrung im Magen?. Dann tritt ein Sättigungsgefühl ein. Dennoch dauert es noch einige Zeit, bis Sie sich dieses Gefühls bewußt sind. Üben Sie diese Wahrnehmung und hören Sie sofort auf zu essen.

Regel 4: Während des Essens nicht trinken.

Das schwedische Magenband verhindert, dass Sie zu viel essen. Wenn Sie parallel zum Essen trinken, verflüssigt sich die Nahrung. Dies schränkt die Wirkung des schwedischen Magenbandes stark ein. Warten Sie ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit mit dem Trinken. Auf diese Weise bleibt auch das Sättigungsgefühl lange erhalten.

Regel 5: Keine Zwischenmahlzeiten.

Nach einer Mahlzeit sollten Sie bis zur nächsten Mahlzeit nichts essen. Zwischenmahlzeiten sind einer der Hauptgründe, wenn Sie nicht ausreichend abnehmen trotz schwedischem Magenband. Oberstes Gebot: Gewöhnen Sie sich Zwischenmahlzeiten ganz schnell ab.

Regel 6: Nur frische Nahrungsmittel essen.

Durch das Band können Sie nur noch kleine Nahrungsmengen essen. Deshalb ist eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Eiweiß- und vitaminreiche Nahrung wie frisches Gemüse, Obst, Fleisch und Getreideprodukte sind optimal. Meiden Sie fett- und zuckerreiche Lebensmittel. Essen Sie Äpfel oder Orangen und verzichten Sie auf fertige Fruchtsäfte. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ernährungsberater, ob Sie Vitamin-Ergänzungspräparate einnehmen sollen.

Hinweis:
Feste Nahrung ist wichtiger als flüssige. Wenn Sie nur flüssige Nahrung zu sich nehmen, hat die Operation wenig oder gar keine Wirkung, denn die Flüssigkeit fließt direkt durch den Magen und verursacht kein Sättigungsgefühl.

Regel 7: Nahrungsmittel mit hohem Faseranteil meiden.

Nahrungsmittel mit einem hohen Faseranteil wie z.B. Spargel können die eingeschränkte Magenöffnung verstopfen. Faserhaltige Nahrung kann nicht ausreichend zerkaut werden und auch der Speichel spaltet die Nahrung nicht ausreichend auf. Verzichten Sie deshalb auf Nahrungsmittel mit hohem Faseranteil. Möchten Sie dennoch gelegentlich Spargel essen, zerschneiden Sie den Spargel vorher in sehr kleine Stücke.

Regel 8: Ausreichende Flüssigkeit zwischen den Mahlzeiten.

Gerade weil Sie zu den Mahrzeiten nichts trinken sollen, müssen Sie darauf achten, zwischen den Mahrzeiten ausreichend zu trinken. Normal sind 1,5 bis 2 Liter.

Regel 9: Ausschließlich kalorienarme Getränke.

Getränke, auch kalorienhaltige Getränke, können den durch das Band verengten Magen ungehindert passieren. Wenn also weiterhin kalorienreiche Getränke konsumiert werden, tritt kaum ein Gewichtsverlust ein, selbst wenn man sich sonst an die Diät hält. Deshalb sind nur folgende Getränke erlaubt: Wasser, Mineralwasser, Tee oder Kaffee ohne Milch und Zucker, kalorienarme oder kalorienfreie Erfrischungsgetränke.

Regel 10: Minimum 30 Minuten Bewegung pro Tag.

Diese Regel ist ebenso wichtig wie die neun vorangegangenen. Neben einer guten, kalorienarmen Kost ist auch körperliche Bewegung wichtig. Verbrauchte Kalorien setzen sich nicht auf Hüften und Bauch. Körperliche Bewegung trägt insgesamt zur Verbesserung des Gesundheitszustandes bei. So lange Sie noch starkes Übergewicht haben, ist es mühsamer sich zu bewegen. Aber je mehr Gewicht Sie verlieren, desto leichter fällt es Ihnen. Beginnen Sie mit einem einfachen Programm: Spazierengehen oder Schwimmen. Bauen Sie das Bewegungstraining auf mit Radfahren, Joggen und Aerobic. Wichtig: Fragen Sie immer Ihren Arzt, welche Art von körperlicher Bewegung gut für Sie ist und wie hoch Sie sich belasten dürfen.

 

Ernährung

Stellen Sie jeden Tag Ihre Nahrung aus folgenden Lebensmittelgruppen zusammen:

1. Obst und Gemüse

  • 2-3 Sorten frisches Gemüse pro Tag
  • 1-2 Sorten frisches Obst pro Tag

2. Brot und Getreideprodukte

  • 1 kleine Portion Cornflakes zum Frühstück
  • 1-2 Scheiben Brot pro Tag (Vollkorn-und Roggenbrot)
  • Auf Wunsch etwas Margarine oder Butter auf das Brot streichen

3. Fleisch/Fisch/Geflügel/Eier

  • 30-45 g Fleisch, Fisch oder Geflügel oder ein Ei pro Tag
  • Sichtbares Fett vollständig vom Fleisch entfernen.
  • Haut vom Geflügel abziehen.
  • Wählen Sie eine fettarme Zubereitungsart: Grillen, Dämpfen, Garen in der Mikrowelle oder schonend Kochen.

4. Milchprodukte

  • Milch und Joghurt gelten als Kalorien in flüssiger Form und sollten vermieden werden obwohl diese Nahrungsmittel aufgrund ihres Calciumgehaltes Bestandteil einer gesunden Ernährung sind. Erlaubt sind maximal 500 ml entrahmte Milch oder fettarmer Joghurt und 30 g Käse pro Tag.

5. Fette

  • Fettverzehr einschränken auf 3-4 Teelöffel Margarine, Butter oder Öl pro Tag. Erlaubt sind fettarme Salatdressings und Mayonnaisen in mäßiger Menge.

6. Getränke

  • Keine Beschränkung bei kalorienfreien Getränken.
  • Geeignete Getränke sind: 
    • Tee oder Kaffee
    • (Mineral-) Wasser
    • kalorienarme oder kalorienfreie Erfrischungsgetränke
    • klare Brühe

Diese Nahrungsmittel meiden!

Zucker und Nahrungsmittel mit hohem Zuckeranteil wie Erfrischungsgetränke, Sirup, Kuchen, Kekse, Süßigkeiten, Konfitüre, Marmelade und Honig haben nur wenig Nährwert. Auch Schokolade, Pommes Frites, Pasteten und Gebäck sollten Sie vermeiden. Alkoholische Getränke wie Bier, Wein, Likör, Portwein, Sherry, Cocktails und Sekt. Sie alle enthalten leere Kalorien und haben in einer Diät nichts zu suchen.

 

Berichte & Presse

Berichte einiger Patienten, die mit Hilfe einer Magenband OP Ihr Leben grundlegend verändern konnten, können Sie hier einsehen. Sie sollen vorallem Sie motivieren.

Helfen Sie mit !

Wenn Sie nach einer erfolgreichen OP anderen Patienten helfen möchten, schreiben Sie uns Ihren persönlichen Bericht. Mit Ihrem Einverständnis würden wir diesen Bericht auf unserer Seite gern für Sie und andere veröffentlichen.

Pressemitteilungen aus Tageszeitungen, zeigen das unser Thema "Adipositas" sehr ernst genommen wird.

 

Erfolgreiche Therapie

Diese private Selbstdarstellung eines erfolgreichen Therapieverlaufes wurde textlich unverändert hier veröffentlicht, auch die privaten Fotos sind unbearbeitet.

"Nach der Geburt unserer Tochter 1986 machte ich die erste Diät in meinem Leben. Ich wog damals bei einer Größe von 174 cm / 79 kg und wollte mein Gewicht um ca. 5 kg reduzieren. Um mein Ziel erreichen zu können, besuchte ich monatelang die Gruppenstunden der Weight-Watchers. Später nahm ich an einem Opti-Fast-Programm teil und versuchte "eigene Diäten".
Meine Krankenkasse vermittelte mich in eine Trennkostgruppe und übernahm die Kosten für zwei stationäre Kuraufenthalte zur Umstellung meiner Ernährungsgewohnheiten. Ich nahm die Ernährungsberatungen meines Hausarztes in Anspruch und versuchte mit seiner Hilfe mein Gewichtsproblem medikamentös in den Griff zu bekommen. Zusätzlich begab ich mich in psychotherapeutische Behandlung. Meine Bemühungen blieben völlig erfolglos, anstatt abzunehmen nahm ich im Lauf von zehn Jahren 59 kg zu!!! Deshalb entschloss ich mich 1997 mit einem Gewicht von 138 kg mir ein SAGB-Magenband legen zu lassen. Gemeinsam mit meiner Familie und in Ansprache mit meinem Hausarzt und der Psychotherapeutin stellten die Chirurgen den Antrag auf Kostenübernahme für die geplante Operation bei meiener Krankenkasse.

Zu diesem Zeitpunkt litt ich unter Rücken- und Gelenkschmerzen, Zyklusunregelmäßigkeiten und Depressionen. Familiär bin ich vorbelastet mit Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Schlaganfall, Zuckerkrankheit und Krebs bei starkem Übergewicht. Mit Hilfe des schwedischen Magenbandes wollte ich diese zu erwartenden Krankheiten durch die Gewichtsabnahme abwenden.

"Im Herbst 1997 wurde ich operiert und bis zum Ende der "Flüssigkostphase" hatte ich 20 kg Gewicht abgenommen. Meine Stimmung hatte sich durch den Erfolg deutlich gebessert. Ende 1998 habe ich zum ersten Mal mein Normalgewicht von 74 kg erreicht. Da ich nach der Gewichtsabnahme eine erhebliche Bauchschürze zurückbehalten hatte, wurde diese in einer Folgeoperation korrigiert.

Seit vier Jahren halte ich mein Gewicht mit Hilfe des schwedischen Magenbands auf ca. 70 kg. Ich habe vier wunderbare Kinder im Alter von 8 ? 17 Jahren, bin als Arzthelferin halbtags berufstätig und leite eine Selbsthilfegruppe für übergewichtige Menschen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen. Regelmäßig treibe ich heute Sport (Fahrradfahren, Inline Skating) und ich habe die Freude und den Mut, ins Schwimmbad zu gehen.

Mit der Entscheidung für das Magenband habe ich nicht nur die Hilfe für ein gesünderes Leben bekommen. Wie alle Menschen gerate ich immer wieder an Grenzen im Leben. Heute hilft mir das schwedische Magenband auch Situationen zu erkennen, in denen ich meine Essgewohnheiten erst dem Band anpassen muss, danach stellt sich mir die Möglichkeit, meine Lebensumstände zu verändern und meine Essgewohnheiten zu normalisieren."

 

Häufige Fragen - FAQ

Wie viel Gewicht werde ich verlieren?

Wenn sich das Band in der richtigen Position befindet und Sie sich streng an Ihren neuen Lebensstil und die neuen Eßgewohnheiten halten, können Sie durchschnittlich zwei Drittel Ihres Übergewichts verlieren. Es ist wichtig, das Gewicht allmählich über 12 bis 18 Monate zu reduzieren.
Ein schneller Gewichtsverlust stellt ein Gesundheitsrisiko dar und kann zu neuen Problemen führen. Ein Gewichtsverlust von 1 kg pro Woche ist im ersten Jahr nach der Operation möglich, aber sicherlich nicht die Regel. Im Zeitraum von 12 bis 18 Monaten nach der Operation beträgt der Gewichtsverlust üblicherweise weniger als 1 kg pro Woche. Ziel ist ein Gewichtsverlust, der die durch schweres Übergewicht ausgelösten gesundheitlichen Beschwerden vermindert bzw. beseitigt.

Wie wird das Band eingestellt?

Das Band wird ambulant (Dauer ca. 2 Stunden) durch die Klinik, bei der das Band eingesetzt wurde, eingestellt. Eine dünne Nadel wird durch die Haut in das Reservoir eingeführt. Durch diese Nadel wird Flüssigkeit über einen feinen Schlauch in das schwedische Magenband gespritzt oder entzogen. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und ist bei den meisten Patienten nahezu schmerzlos. Manchmal wird die Einstellung auch unter Röntgenkontrolle vorgenommen, damit die Reservoirstelle zu sehen ist.

Werde ich nach der Operation häufig unter Übelkeit leiden?

Das verstellbare schwedische Magenband wurde entwickelt, um die Nahrungsaufnahme auf schonende Weise einzuschränken. Wenn Sie unter häufiger Übelkeit leiden, kann das bedeuten, daß Sie die Nahrung entweder nicht ausreichend kauen oder die Diätvorschriften nicht einhalten. Es ist aber auch möglich, daß das Band nicht richtig eingestellt (platziert) ist. Erbrechen sollte möglichst vermieden werden, weil sich der kleine Magen dabei dehnen kann und der Magen unter Umständen durch das schwedische Magenband rutscht. Die Wirkung des Systems wäre damit aufgehoben.

Führt ein schwedisches Magenband zu Verstopfung?

Es ist fast unmöglich, eine Reduktion der Stuhlmenge zu vermeiden, wenn weniger gegessen wird und somit weniger Ballaststoffe in den Verdauungstrakt gelangen. Im Normalfall entstehen dadurch keine schwer wiegenden Probleme. Wenn es zu Problemen kommt, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. Er kann Ihnen empfehlen, ein leichtes Abführmittel zu nehmen und eine Zeit lang reichlich Wasser zu trinken, bis das Problem beseitigt ist.

Muß ich zusätzlich Vitamine einnehmen?

Es besteht die Möglichkeit, daß Sie bei drei kleinen Mahlzeiten am Tag nicht genügend Vitamine aufnehmen. Der Chirurg wird Ihnen sicherlich raten, Vitaminergänzungspräparate zu nehmen. Der behandelnde Arzt wird bei den regelmäßigen Kontrollbesuchen prüfen, ob Sie ausreichend Vitamin B12, Folsäure und Eisen zu sich nehmen. Bei einem etwaigen Vitaminmangel wird er Ihnen sicherlich raten, Vitaminergänzungspräparate zu nehmen.

Wirkt sich das schwedische Magenband auf die Einnahme von Medikamenten aus?

Im Allgemeinen können Sie die verordneten Medikamente in der gewohnten Weise einnehmen. Sollten Sie große Tabletten schlucken müssen, können Sie diese vor der Einnahme in zwei Hälften zerbrechen oder in Wasser auflösen, damit Sie nicht im Verdauungstrakt stecken bleiben und möglicherweise Übelkeit verursachen. Der Chirurg wird Ihnen raten, auf die Einnahme von Acetylsalicylsäure (=Aspirin) oder auf andere nichtsteroidale entzündungshemmende Schmerzmittel zu verzichten, weil diese Medikamente zu Magenreizungen führen können.

Kann das Band entfernt werden?

Ja, das ist möglich, aber in der Regel nicht erwünscht. Denken Sie daran, daß Sie schon bald wieder Ihr altes Gewicht haben, wenn das Band entfernt wird. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen nimmt der Magen nach Entfernung des Bandes wieder seine ursprüngliche Form an.

Was muß ich tun, wenn ich zum Essen eingeladen bin?

Auch dann können Sie nur eine kleine Portion essen, beispielsweise nur eine Vorspeise. Essen Sie langsam, damit Sie zur gleichen Zeit fertig sind wie Ihre Tischgenossen. Es kann ratsam sein, Ihren Gastgeber/Ihre Gastgeberin im Voraus darüber zu informieren, daß Sie nur wenig essen können.

Kann ich Alkohol trinken?

Alkohol enthält viele Kalorien und baut Vitamine ab. Alkoholische Getränke sollten deshalb möglichst gemieden werden. Ein Glas Wein bei einem Empfang, einer Geburtstagsfeier oder einem Abendessen schadet nicht.

Muß ich mich einer plastischen Operation zur Entfernung überschüssiger Haut unterziehen, wenn ich sehr viel Gewicht verloren habe?

Das ist nicht immer notwendig. In der Regel wird man eine plastische Chirurgie frühestens zwei Jahre nach der Operation in Erwägung ziehen. Normalerweise ist die Haut elastisch genug, so daß sie sich an das veränderte Körpergewebe anpaßt. Es ist ratsam, der Haut genügend Zeit zur Anpassung zu lassen, bevor man sich für eine Operation entscheidet.

Was passiert, wenn ich eine andere Krankheit bekomme?

Der große Vorteil des schwedische Magenbandes  ist seine Flexibilität. Wenn Sie eine Krankheit bekommen, bei der Sie mehr essen müssen, kann das Band durch Ablassen der darin enthaltenen Flüssigkeit gelockert werden. Sobald Sie von der Krankheit genesen sind und ein weiterer Gewichtsverlust wünschenswert und unbedenklich ist, kann das Band wieder mit mehr Flüssigkeit gefüllt werden, so daß es enger wird. Dann nehmen Sie wieder ab.

Welchen Einfluß hat das schwedische Magenband auf eine mögliche Schwangerschaft?

Das Band wirkt sich wahrscheinlich nicht negativ auf eine Schwangerschaft aus. Möglicherweise werden Sie schneller schwanger, weil Ihr Menstruationszyklus aufgrund des Gewichtsverlusts regelmäßiger wird. Wenn Sie während einer Schwangerschaft mehr Nahrung zu sich nehmen müssen, kann das Band etwas gelockert werden. Nach der Schwangerschaft kann man es wieder enger stellen, damit Sie wieder Gewicht verlieren.

 

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